Vom kleinen Glück

Nie war die Stille abgrundtiefer

als keine Worte mehr zu sagen

wahr gesprochen war

tonlos die Stille, tief das freie Atmen

um die Hoffnung zu bewahren

und in den Träumen andres Leben zu erfinden?

Was immer es auch sei

das kleine Glück

und wie es immer viel zu schnell das Weite sucht

verschollen in den Sehnsuchtsfernen

Zum Glück

Denn dort kann es nicht sterben

 

„Worte muss man immer wieder von neuem sichten“

(Erinnerung an Rahel Varnhagen)

NachtZeit

Aus der Realität in die Sentimentalität des Einzigartigen

Immer wieder musst du ganz zurück

Und Zeit zum Träumen nimmt nicht zu

Suchend schaun die Geister kühn dich an

 

„Die Dinge warten auf ihren Zusammenhang“ (Anselm Kiefer)

Alles geschieht zur rechten Zeit. Nie ist irgendwas zu spät und nie zu früh; es ist immer „zeitgemäß“. Vielleicht ist vieles auch zeitnah, ohne sichtbar zu sein? Vom Nichts ist wenig nur bekannt. Aber das hat Zeit. Wenig ist ohne Zeit, nur die Sehnsucht bleibt zeitlos schön und glücklich und menschlich.

(In memoriam Ernst Bloch)

 

 

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