Nachtsalon mit schwarzen Spiegeln oder letzter Aufruf zur Aufrichtigkeit beim Lügen

Dialog der Nacht-Bilder im Halbdunkel oder Versuche über das Unergründliche.

Unterwegs also zu den Ideen für einen Nachtsalon der toten Geister, ihre Wiederkehr im Ganz Anderen sei Wahrheit, Wahrhaftigkeit und Notwendigkeit.

Verirren und Irrtum als Losung und Lösung – denn nur die Negation scheint noch zur Wahrheit fähig und mit ihr im Bunde.

Arno Schmidt und die „Schwarzen Spiegel“ – nichts geschieht als Letztes und zuletzt, nicht wahr?

Schwarze Spiegel, leere Räume, Welten ohne Horizont, zum Leben ungeeignet; die Lesenden beschreiben sich selbst.

Die Sprache begann mit der Poesie und ihrem freien Spiel. Das Ende braucht keine Worte mehr.

„Nur der Tag ist mir versüßt, an dem ich durch oder für meine Gedanken etwas Neues erfahre.“

(Rahel Varnhagen)

NÄCHTLICHE UMWEGE

Wie tröstlich erscheinen in nächtlichen GedankenRäumen

die Botschaften scheintoter Wörter-Welt-Geister

Unerschöpflicher Quell im Labyrinth des Vergangenen

und Hoffnung

aufbewahrt für die Träume der Heutigen

und Erinnerung

an das Ganz Andere, das einmal für möglich gehalten wurde…

Für meine Freunde im Grünen und für all die Gleichgesinnten

„Nur Geister können gezwungen werden.“

(Novalis)

NachtWörterWelten

In den Zwischenräumen der Wörterwelt, den Kommata, den Gedankenstrichen – nicht zuletzt in all den Fragezeichen behauptet sich das FragWürdige, das Unbestimmte wie Unbestimmbare als Offenes und dem Endgültigen sich Verweigernde.

Dort lässt sich leben. Dort sind zu entdecken: Nachtwörter-Welten, im freien Spiel freigelegter Gedanken. Gleichgesinnte sind willkommen, also „…Freunde, Gleichgesinnte…“ wie Goethe einmal schrieb.

Nachsätze

Die Abweichenden sind es… die entdecken werden: die Entzauberung der Exaktheit etwa, den Wert des Wertlosen – den Aufruf zur Umwertungs-Abstimmung!

Fordere das Eigene! Darin sei unerbittlich, radikal; nur so wird das Ewige augenblicklich und Überleben noch möglich.

„Mein Bestes, meine Vernunft, muss einwilligen, hier zu bleiben.“

(Rahel Varnhagen)

Nacht der Sirenen

Aus unnahbarer Ferne, gehaucht nur, ertönt Gesang

Sanft klingen die Worte des Sehnens und Suchens vergessener Momente.

Aus unnahbarer Ferne, gehaucht nur, ertönt Gesang der Sirenen.

Doch immer sind diese Nächte – mit der Wahrheit befreundet und sehnsuchts-begleitet – unterwegs zum „Ganz Anderen“

Zeit für Erkenntnis-Zeiten: Sehr viel muss anders werden, damit es besser werden kann? Alles soll anders werden!

Aus dem Nachtschatten tretend: Ein verwandelter Traum mit Schlössern aus Luft und Lust

Jeden Baum betrachtend: Ob der Traum durch die Zweige sich schlingen ließe…

Und einmal dir und auch dir alles zeigen und schweigen, und still sein und lauschen.

NachtLicht

Kein Anfang – nirgends – nur die Zeit

vermutlich ewig

Spiel des Lichts

das abends schräg durchs Fenster fällt.

 

Kein Zauber – nirgends – nur die Nacht

der Wahrheit Freundin

ferner Sonnen Licht

das manchmal schräg durchs Fenster fällt.

 

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