Vom kleinen Glück

Nie war die Stille abgrundtiefer

als keine Worte mehr zu sagen

wahr gesprochen war

tonlos die Stille, tief das freie Atmen

um die Hoffnung zu bewahren

und in den Träumen andres Leben zu erfinden?

Was immer es auch sei

das kleine Glück

und wie es immer viel zu schnell das Weite sucht

verschollen in den Sehnsuchtsfernen

Zum Glück

Denn dort kann es nicht sterben

 

„Worte muss man immer wieder von neuem sichten“

(Erinnerung an Rahel Varnhagen)

SEKUNDEN-GEBET

Versinkende Nächte des Liebens, verbergend das Leid

Entkleidete Nacht, nackter Morgen – von Wahrheit beseelt

Wie tröstlich die Worte der Toten im Labyrinth der Vergangenheit

Unerschöpflich und Quell für ein sanftes Sekunden-Gebet

SEKUNDEN-GEBET

Die Beschreibung geglückter AugenBlicke

in denen das Leben sekundenlang die Zeit anhält

Bewahre sie

für Dich

 

 

NachtWörterWelten

In den Zwischenräumen der Wörterwelt, den Kommata, den Gedankenstrichen – nicht zuletzt in all den Fragezeichen behauptet sich das FragWürdige, das Unbestimmte wie Unbestimmbare als Offenes und dem Endgültigen sich Verweigernde.

Dort lässt sich leben. Dort sind zu entdecken: Nachtwörter-Welten, im freien Spiel freigelegter Gedanken. Gleichgesinnte sind willkommen, also „…Freunde, Gleichgesinnte…“ wie Goethe einmal schrieb.

Nachsätze

Die Abweichenden sind es… die entdecken werden: die Entzauberung der Exaktheit etwa, den Wert des Wertlosen – den Aufruf zur Umwertungs-Abstimmung!

Fordere das Eigene! Darin sei unerbittlich, radikal; nur so wird das Ewige augenblicklich und Überleben noch möglich.

„Mein Bestes, meine Vernunft, muss einwilligen, hier zu bleiben.“

(Rahel Varnhagen)

Nacht der Sirenen

Aus unnahbarer Ferne, gehaucht nur, ertönt Gesang

Sanft klingen die Worte des Sehnens und Suchens vergessener Momente.

Aus unnahbarer Ferne, gehaucht nur, ertönt Gesang der Sirenen.

Doch immer sind diese Nächte – mit der Wahrheit befreundet und sehnsuchts-begleitet – unterwegs zum „Ganz Anderen“

Zeit für Erkenntnis-Zeiten: Sehr viel muss anders werden, damit es besser werden kann? Alles soll anders werden!

Aus dem Nachtschatten tretend: Ein verwandelter Traum mit Schlössern aus Luft und Lust

Jeden Baum betrachtend: Ob der Traum durch die Zweige sich schlingen ließe…

Und einmal dir und auch dir alles zeigen und schweigen, und still sein und lauschen.

NachtLicht

Kein Anfang – nirgends – nur die Zeit

vermutlich ewig

Spiel des Lichts

das abends schräg durchs Fenster fällt.

 

Kein Zauber – nirgends – nur die Nacht

der Wahrheit Freundin

ferner Sonnen Licht

das manchmal schräg durchs Fenster fällt.

 

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