Nacht, Schwester des Todes
gepriesen als Freundin der Wahrheit
zu himmlischen Tönen
einer Gewitternacht
Der Lauf der Zeit
Nacht, Schwester des Todes
gepriesen als Freundin der Wahrheit
zu himmlischen Tönen
einer Gewitternacht
Unerfindlich, die Wege der Nacht
doch geeignet, das Weite zu suchen
und fragend den Tag zu beschließen
Wie mag es wohl sein, in der Ferne?
Wahr oder falsch – unerheblich
jedenfalls nichts versprechend
ohne Trost oder schamlose Hoffnung
einfach da, einfach anders, nur Leben?
Es hat aufgehört zu regnen, und ich schließe das Fenster…
Es hatte einmal schon zu regnen aufgehört, als ich das Fenster schloss und die Unschärfen eines jener Bilder betrachtete, wie sie beim Blick durch Fensterscheiben, an denen Wasser herunterrinnt, entstehen.
Lange, sehr lange ist das nun schon her. Was bleibt? Die Deutung der Bilder, Zeichen und Symbole als Botschaften und die Entdeckung der Freiheit in den unberechenbaren Zwischenräumen. Folge“richtig“ also berechenbar mag dagegen sein, dass das Unrecht – in letzter Instanz – frei gesprochen wird..
Es sind die längst vertrauten NachtGESTALTEN, die die Nacht GESTALTEN. Gleich einem – weithin sichtbar wie unantastbar – fernen Leuchten, das nicht blendet, nichts ankündigt oder gar verkünden will, sondern nur Ausschau zu halten scheint, nach den Seinen.
Von seinem Glück sprechen… Das bedeutet auch, vom individuellen Bewusstsein als dem notwendig unglücklichen zu wissen.
Nacht-Schatten wandern spät
durch lebensmüde Großstadt-Straßen
von fern ein Schneenacht-Flüstern
und vielleicht: ein Paar
das tief gebückt spazieren geht