Nächte wollen nichts

Nichts, was nicht zunächst gelernt sein will oder gar werden muss; und dies gilt nicht zuletzt vom Wollen selbst (wieviel mehr noch im Gewand des freien Willens)? Gefragt wäre also ein Lernen, um wollen zu können, statt sich, ungeübt, oft weniger zuzutrauen, als die Gegebenheiten ermöglichen wollten. Der Kopf an der Wand sieht eben ähnlich ungekonnt aus wie das Stolpern beim zu schnellen Gehen, treppaufwärts, wie einst bei Edmund Stoiber.

Doch wäre der Wille der Menschen so frei, wie noch immer von all den heftig daran Interessierten behauptet wird, würde er wohl kaum, irgendwann einmal und immer wieder von Neuem, einen Gott, noch weniger einen Staat, bzw. sonstige, ihn bevormundende Autoritäten für sich gewollt haben und so manches andere vermutlich noch viel weniger.

Was würde es wohl für das Selbstverständnis und die Charakterisierung des, scheinbar nicht wegzudenkenden Menschlichen an sich, oder gar des Menschen an sich, bedeuten und wie würde sich die Beziehung zur Natur und zu dem, was sonst noch so alles als menschlich bezeichnet wird, verändern (müssen), falls nachprüfbar festgestellt werden könnte (und schließlich auch würde), dass es in der Geschichte all der unterschiedlichen Völker und Volksgruppen der Menschheit, vom Ende aus gesehen, doch so zugegangen sei, dass es durchaus als gerecht bezeichnet werden dürfte?

Aber von welchem Ende aus und wie und wann könnte dies in Betracht gezogen werden?

Nebensachen I:

Die Ferne selbst und das ersehnte Ferne locken nur, solange und sofern sie noch erreichbar zu sein scheinen. Dafür werben sie mit ihrer Aura, die ihnen irgendwann einmal zugeschrieben wurde...

Nebensachen II:

Obwohl so gut wie nie und jedenfalls nirgends auffindbar, existieren unzählige Chimären der Menschen so lange munter weiter, so lange sie ihnen nützlich erscheinen; und sei es nur, um etwas zu haben, wonach gesucht werden kann: Arbeit für die Jäger und Sammler, z.B. in Gestalt der Suche nach dem Sinn des Lebens, unerreichbarer Trost allem Sterblichen an und für sich. Denn so sehr sie sich auch immer bemühen und bemüht haben: Es blieb und bleibt davon kaum mehr als Fragwürdiges, allenfalls die dem Fragenden sich mal mehr, mal weniger aufdrängenden Frage-Möglichkeiten.

Warum vermag nur jene Sehnsucht, die um ihre Unerfüllbarkeit weiß, das Leben mit dem Glanz des Kostbaren zu beleuchten?

Wie viele haben schon lange und längst aufgehört zu denken und SIND, dessen ganz ungeachtet?

Ein kurzer Versuch über den Anfang (Für Peter Handke)

Der Erzähler betritt an einem Sommerabend das Spielcasino einer Kleinstadt. Wie immer, gelingt es ihm erst dann, schrittweise seine Unsicherheit zu verringern, sobald er das leise Klicken spüren kann, mit dem die eingewechselten farbigen Jetons in der linken Jackentasche durch seine Finger gleiten. Trotz der Hitze draußen, sind fast alle Tische geöffnet.

Nur die jeweils letzte, etwas eindringlicher klingende Absage des "Nichts mehr, bitte!", stört das Gleichmaß, mit dem die Croupiers monoton die Annoncen platzieren, die Kugel handgelenkig in den glänzenden Holzkessel werfen, verloren und gewonnen wird. Das Geräusch, das ihm immer als das deutlichste in Erinnerung bleiben wird, ist ein Rasseln, welches durch das aufreizend schnelle Abziehen der verlorenen Jetons vom Tableau unmittelbar nach Beendigung des Spiels verursacht wird. Das Spiel des Erzählers ist es, alle Zahlen, die durch sechs teilbar sind, 'en plein' zu setzen. Auf diese Weise hofft er, sämtliche kessel- oder tableaubedingten Serien und scheinbaren Regelmäßigkeiten vermeiden zu können.

Daher lautet seine Annonce jedes Mal: "Das Einmaleins der Sechs, bitte", und es gelingt ihm, mit dieser ungewöhnlichen Platzierung, wenigstens einen Moment lang, nicht nur bei den Croupiers für Aufsehen zu sorgen. Es gehört zu seiner Überzeugung, und allein deshalb gefällt ihm das Spiel, dass er sich nur dadurch jenen geringen Vorteil zu verschaffen vermag, den er benötigt, um überhaupt an seine Gewinnchancen glauben zu können. Denn dass langfristig die Vorteile eindeutig zuungunsten der Spieler verteilt sind, hatte er von Anfang an zu den Bedingungen gerechnet, die es als unveränderbar hinzunehmen galt. Der Erzähler beginnt sein Spiel immer erst dann, wenn seine sechs Zahlen fünfmal hintereinander ausgeblieben sind.

Während dieser Vorbereitungsphase, die nicht selten eine Stunde in Anspruch nimmt, bleibt ihm - neben des eher mechanischen, fast routinierten Speicherns des zu seinem Angriff nötigen Zahlenmaterials - ausreichend Zeit, die mit noch mehr Sicherheit ausgestattete Position des Saalbeobachters einzunehmen. Ungestörter und dafür desto aufregender als in diesem Spielzusammenhang, an dem er als Beobachter und Gegenstand der Beobachtung (nicht nur der eigenen, sondern auch jener der Croupiers) teilnimmt, kann er sich das Spiel der Gedanken und all ihrer Wortmünzen nicht vorstellen.

Sein Satz vom Nachmittag fällt ihm ein und scheint mit einem Male identisch und phasengleich mit dem unbeirrbaren Lauf der weißen, im Kesselholz kreisenden Kugel: "Nur jenes Schweigen soll gelten, das eine Spur zu ziehen imstande ist; etwa als Zeit-Raum nach dem Verklingen eines Wortes..." Begleitet von mehrmaligem, tiefem Luftholen und Ausatmen, versammeltem Schauen, ganz ohne jede sonstige, sichtbare Tätigkeit gelingt ihm mühelos die Fortsetzung: ...oder jetzt: als Sekunden nach dem Verkünden der gefallenen Zahl und ihrer Bestimmungen: 24, SCHWARZ, PAIR, PASSE.

Die Verlagerung und Rückkehr des Gedankens zur augenblicklichen Wirklichkeit - sehr oft war ihm dieser so leicht vorstellbare Schritt bis zu seiner Unmöglichkeit schwer gefallen.

Hier aber, wo die meisten verlieren, verliert sich auch die Differenz zwischen Innen- und Außenwelt im Spiel mit der Zeit. Alle Ereignisse scheinen entweder im Einklang mit dem Lauf der Kugel zu sein oder sie befinden sich im Widerspruch dazu; es gibt nur richtig oder falsch, von Fall zu Fall, ZUFALL.

Der Erzähler registriert, wie nacheinander dreimal Zero, dann 35 und 26 getroffen werden. Seine Bedingungen, um das Spiel tatsächlich zu eröffnen, sind also restlos erfüllt. Seine Hand beschäftigt sich auch längst mit den Chips, um sie als kleinen Stapel, zusammengehalten von den dazu nötigen vier Fingern der linken Hand, dem Drehcroupier zum Satz aufzulegen.

Schon ganz am Anfang, als er auf diesen Tisch zugegangen war, traf einer seiner ersten, noch um Orientierung bemühten Blicke sich mit jenem einer Spielerin, die nur kurz und doch erkennbar von ihren Spielgeldtürmchen aufgeschaut hatte; jedenfalls eindringlich genug, damit er diesen Augenblick einige Zeit bei sich behielt.

Und jetzt - wie um den Eindruck von vorhin zu erneuern und dadurch zu bestätigen - wiederholt sich diese Begegnung als gemeinsame Ebene im Raum, gebildet von unsichtbaren Verbindungen der beteiligten Augenpaare - mathematischer Ausdruck unerklärter Übereinstimmung oder Differenz ? Und noch immer beschäftigen ihn die Zeitsätze, als er zum zweiten Mal nicht sicher sein kann, ob der zu ihm reichende Blick lediglich ein fragloses Einverständnis oder aber selbst eine Frage ist, deren sinngemäßer Inhalt, aller Wahrscheinlichkeit nach, weder in dieser Situation noch überhaupt jemals zu klären sein würde.

In diesem Moment seines anhaltenden Zögerns wendet sich die Spielerin, wie um alle Zweifel für jetzt und immer zu beseitigen, schnell und bestimmt dem rechts von ihr sitzenden Croupier zu und legt mit leichtem und geübt wirkendem Schwung sechs Jetons auf. Ihre Worte sind - fast geflüstert - nicht zu verstehen.

Der Erzähler verfolgt mit einer von geworfener Zahl zu Zahl sich steigernden, der Verzweiflung beängstigend nahe kommenden, jedenfalls alle Sinne beanspruchenden Haltung die Offenbarung seines - wie er glaubte - Satzgeheimnisses, was noch dazu auf eine, wie ihm vorkam, unerträglich verletzende Weise geschah in Form einer fast schon aufreizenden Langsamkeit, mit welcher der Croupier die Platzierung der Jetons vornimmt.

Ähnlich den verlangsamten Wiederholungen von Strafraumszenen während der Übertragung eines Fußballspiels, nimmt er dies und alles weitere wahr wie längst Gesehenes: dass die Kugel abgeworfen wird, während seine Augen, die rechte Kolonne des Spielfelds hinunter gleitend, nacheinander Verbindung mit den, von 100-Mark-Jetons halb verdeckten Zahlen 6, 12, 18, 24, 30 und 36 herstellen und es ihm dabei unmöglich ist, der Fortsetzung des Spielgeschehens anders zu folgen, als mit dem Ausdruck, der entsteht, wenn die Fingerspitzen beider Hände die Schläfen berühren.

Diese theatralische Pose beibehaltend und ohne einen einzigen Gedanken auf die Möglichkeit zu verwenden, selbst zu setzen, verharrt er, mit von Wurf zu Wurf gelösterem Blick auf das Roulette, bis beim 13. Mal keine der sechs Zahlen getroffen wird. Bei all seinen bisherigen Versuchen hatte er niemals eine solche Serie erlebt.

Wie um die in der Zwischenzeit am Tisch aufgekommene Unruhe noch zu vergrößern, erhebt sich die Spielerin, mit einem angedeuteten Lächeln grüßend, und geht in die Richtung, in der sich die Bar befindet. Sie verschwindet sogleich hinter einer ringsum mit Spiegeln verkleideten Säule aus dem Blickfeld des Erzählers, der wenig später das Casino der Kleinstadt verlässt.

Mit jedem seiner Schritte, die ihn rasch von der schon hell erleuchteten Eingangstreppe in die ländliche Dunkelheit bringen, glaubt er zu spüren, wie sich Kopf und Körper straffen. Und selbst kaum noch Sichtbares prüft ein frisch geschärfter Blick.

Unberücksichtigt gebliebene Unworte der Jahre 2015/16 ff.

Unglaublich – unfassbar – spannend – sehr gern – nicht wirklich – definitiv - ich freu' mich auf Sie – wenn Sie mal schauen wollen – schön, dass Sie bei uns sind – soziale Netzwerke – danke für die Einschätzungen – das Gespräch haben wir kurz vor der Sendung aufgezeichnet – was ich Sie gern fragen möchte – mit der Bitte um eine kurze Antwort – wahnsinnig interessant – ein Stück weit – an dieser Stelle – am Ende des Tages – meine lieben Zuschauer – schön, dass Sie da sind – Sicherheitsarchitektur – zukunftsfähig - zutiefst überzeugt - Wetter-Update – minutengenauer Stauzeitrechner – Hauptsache, ihr habt Spaß...

Nebensachen I: Es gehe (ihr) einzig und allein darum, dass man die Welt in die Sprache zwingt." - Eva Strittmatter (8.2. 1930 – 3.1. 2011), in einem Gespräch einer FS-Dokumentation zu ihrem 80. Geburtstag.

Nebensachen II: Der Punkt ist unnötig; er widerspricht den Gedanken-Gebilden, in denen er nicht vorkommt. Er befördert, erzwingt manchmal sogar, Sätze zu beenden, die noch nicht zu Ende sind. Er bremst das Fließen der Gedanken und staut die Wörterflut, sodass sie sich zurückzuweichen genötigt sehen und oft unwiederholbar verloren gehen. Warum also gibt es dann diesen Punkt? Anders als seine Geschwister, Ausruf- und Fragezeichen, ist er in der mündlichen Umgangssprache explizit so gut wie unhörbar. Beim Versuch, die Satzzeichen mitzudenken, stellen sich diese, unmittelbar und sperrig, dem Denken in den Weg; der Vorgang der Transformation in die Schriftsprache scheint dann aber für die kopfgesteuerte Hand, unbewusst und automatisch , zu bedeuten, sofort auf Zeichensetzung umzustellen Und wenn dieser Prozess erst mal läuft fällt es überaus schwer diese verrückten Zeichen plötzlich wegzulassen

Grundlose Nächte

                Was auch geschieht: Ob ein Auto, "scheinbar grundlos", von der Fahrbahn abkommt oder eine Fußballmannschaft, wegen eines "unglücklichen Eigentors", ein Spiel verliert oder aus heiterem Himmel ein Schuss fällt; es müssen Gründe gesucht und gefunden werden, um das Geschehene zu (er)klären und, wie oft zu hören ist, aus (vermeintlichen, oft jedoch nur unterstellten) Fehlern zu lernen. Aber zeigt sich denn nicht immer wieder neu, dass selbst die Vermeidung jeglicher "Fehlerquellen" nicht dazu imstande war und ist, unerwünschte Ereignisse zu verhindern oder auch nur aufzuhalten?
                Kann es also nicht sein, dass eine unbekannte Anzahl von Ereignissen, ganz im Stillen, einer Art parallelen Logik jenseits des Vordergründigen folgt, und daher all die vielen, ungeliebten Niederlagen von einem (sozusagen: hinter dem Rücken vorangehenden) allmählichen Lernprozess begleitet werden, um wenigstens, sowohl den Zweifel an der eigenen Unsterblichkeit zu akzeptieren, als auch Trost darin zu finden?
Und ermöglicht das Verlieren nicht, sozusagen ins Reine übersetzt, das Wiederaufstehen so lange zu genießen, wie es noch möglich erscheint und ist? Ja, und was wäre dann eigentlich dagegen einzuwenden, ein schlechter Verlierer zu sein, oder wenigstens sein zu wollen oder zu werden? Womöglich ginge es in der Welt sogar viel gerechter zu, wenn es ganz viele schlechte Verlierer gäbe?
 
Nebensachen I:
                Teilnehmender Beobachter kann ich nur sein und als ein solcher gelten wollen, wenn ich zuvor schon längst beobachtender Teilnehmer geworden bin.
 
Nebensachen II:
                Muss aufrichtiges Erzählen nicht damit beginnen, zu erklären, warum dies in Wahrheit nicht möglich ist? Muss die Beschreibung des gerade Gedachten nicht damit beginnen, zu beschreiben, dass und weshalb dies wahrheitsgemäß nicht möglich ist?

Fortschreitende Nächte

                Die Wissenschaft, so ist noch immer in glaubensähnlicher Naivität zu hören und, öfter noch, zu lesen, bringe den Fortschritt. Der Grad der Befreiung der Frau von der Unterdrückung durch den Mann zeige den Grad gesellschaftlichen Fortschritts im Laufe der menschlichen Geschichte... Zum Fortschritt erklärt wurde ferner die Eheerlaubnis für gleichgeschlechtliche Paare, desgleichen die staatliche Prämie für Eltern, die ihre Kleinkinder nicht in die Kita schicken oder die Verbannung von Schweinefleischgerichten aus den Schul- und Kita-Küchen, aus Rücksicht auf Muslime.
                In der Medizin wurde die Anwendung von Opiaten oder von Penicillin als Fortschritt gefeiert. Und "glücklicherweise" (!) mag längst nicht mehr auszuschließen zu sein, dass irgendwann die Freigabe von Marihuana genauso zum Fortschritt gerechnet werden darf wie eine "freiwillige" lebenslange Arbeitszeit oder eine solche in Form der Tätigkeit für die Gesellschaft.?
                Allen Fortschritts-Verkündern und -Verkünderinnen gemeinsam jedoch ist es, nahe zu legen oder gar zu unterstellen, dass durch die propagierten Errungenschaften (nicht nur die Atombombe wurde als “Errungenschaft“ des Menschen bezeichnet) oder Tat-Sachen etwas besser geworden sei oder jedenfalls werden würde als zuvor; dies meist ohne jegliche Evidenz oder gar Versuchen, Begründungszusammenhänge herzustellen. Und da tagtäglich von überallher Fortschritte auf nahezu allen Gebieten des gesellschaftlichen Lebens gemeldet werden, erhält die Fortschrittsgläubigkeit tagtäglich, so unaufhörlich wie reichlich, frische Nahrung; sie wird immer dicker und fetter, bis...na ja, bis sie irgendjemandem zum Halse heraushängt.

                 Vielleicht wird es aber irgendwann doch noch fortschrittlich genannt werden, grundsätzlich zu bezweifeln, dass wer auch immer eine Legitimation habe oder gehabt hätte, zu behaupten oder gar zu entscheiden, dass auf der mehr und mehr verlängerbaren Reise – (was "natürlich" / "an und für sich" ebenfalls als Fortschritt gilt) - nicht nur der Menschen, sondern jedes einzelnen Individuums, unaufhörlich vorangeschritten werden müsse, und diese ganze Angelegenheit  auf jeden Fall und "sehr gern" immer angenehmer zu werden habe?

"...und die Wahrheit wird so lange Märtyrer machen, als die Philosophie noch ihr vornehmstes Geschäft daraus machen muss, Anstalten gegen den Irrtum zu treffen."

(Friedrich Schiller: "Über die ästhetische Erziehung des Menschen - Sechster Brief")

Unglaubliche OLYMPIA-NACHT (ARD-Sportreporter berichten Unglaubliches, manchmal sogar Unfassbares)

"eine unglaubliche Spannung - ein unglaublicher Ballwechsel

eine unglaubliche Gewalt - eine unglaubliche Runde

ein unglaublicher Vorsprung - ein unglaublich guter Springer

unglaublich effizient - unglaublich emotional

unglaublich gute Form - unglaublich geweint

sie kann unglaublich puschen - sie ist unglaublich versiert

eine unglaubliche Kulisse - eine unglaubliche Vorfreude

eine unglaubliche Hektik - eine unglaubliche Offensivkraft

ein unglaublicher Freistoß – eine unglaubliche Parade

unfassbares Pech - ein unfassbarer Stürmer

eine unfassbare Konstanz"  

(alle Zitate aus einer Olympia-Nacht – eine Auswahl)

 

Nebensachen I - oder über das Unwesen des Nicht-Wirklichen und Unglaublichen:

                Die gleichzeitige Verneinung dessen, was als "wirklich" behauptet wird, schließt den Verneinenden, als nicht wirklich Verneinenden, mit ein, der jedoch nicht – als Teil des Negierten – logisch gültige und sinnvolle Urteile über ein, seines falschen Sprachverständnisses geschuldeten, "nicht wirklich Seiendes" abgeben kann. Wer also behauptet, etwas sei nicht wirklich scharf, spannend oder aufregend...oder was auch immer, redet in Wirklichkeit großen Blödsinn. Und die Übersetzung des englisch-amerikanischen "not really" lautet in Wirklichkeit: "eigentlich nicht" bzw. "nicht direkt".                

                Diametral zu seiner sprachlichen Beschwörung kann hingegen über wahrhaft Unglaubliches immer seltener berichtet werden. Allenfalls noch zu finden ist es in sehr alten Büchern wie der Bibel, dem Koran oder den neueren religionsähnlichen Veröffentlichungen, sowie in all den Autobiografien von Politikern oder Filmstars; am wahrhaftigsten jedoch in Kriminalfilmen, wenn es an einer Stelle – wie (fast) immer – heißt: "Das müssen Sie mir glauben."

Nebensachen II

Wer (s)einen Gott nicht liebt, muss auch dem nicht etwas antun, der ihn auch nicht liebt.

 

     

Flüchtige Begegnung (Eine GuteNachtGeschichte)

                ...etwas verspätet waren dann plötzlich Schritte zu hören, die sich der als Treffpunkt verabredeten Straßen-Kreuzung rasch näherten. Kurz darauf erschien sie also, zunächst noch halb im Dunkeln und nur seitlich beleuchtet, auf die er seit ein paar Minuten, innerlich durchaus lächelnd, äußerlich allerdings ungeduldig und angespannt, gewartet hatte, das vereinbarte Erkennungszeichen, ein flüchtiges Winken mit der Tageszeitung, noch kurz andeutend.
                Auf dem gegenüberliegenden Gehsteig angekommen, verlangsamte sie für einen Augenblick das Tempo, um ein viel zu schnell vorbeifahrendes Auto passieren zu lassen, geriet dabei mit elegantem Anheben der Fersen in eine ballettähnliche Pose, nahm dann aber federnd und auf eigene widersprüchliche Art und Weise, elegant staksend den kürzesten Weg hinüber zum Wartenden.
                Während der eher verlegenen als freundlichen Begrüßung und auch danach, als sie ihr erster gemeinsamer Weg im nun stärker einsetzenden Regen schnell in eine nahe gelegene Nachtbar führte, bemerkten sie jeweils, wie sowohl die eigene Unsicherheit als auch die des Gegenübers einander ergänzten oder sogar verstärkten?
                In der Bar waren, wie immer kurz vor dem Auftritt der stadtbekannten Jazzband, alle Tische dicht und eng umringt. Den beiden späten Gästen blieb nichts anderes übrig, als an der hinteren Theke einen halbwegs dialogfähigen Zweier-Stehplatz zu suchen. Was von weitem wie eine Theke aussah, war jedoch, aus der Nähe betrachtet, keine Theke, um dort Platz zu nehmen, sondern diente lediglich als Bindeglied zwischen der Speise- und Getränkeausgabe und den, sich jeweils mit lautem Rufen Platz verschaffenden, Bedienungen.
                "Vielleicht zunächst etwas Wärmendes?" fragte er, mit den Händen leicht ihren Ellenbogen streifend, dann aber von einer der Serviererinnen energisch zur Seite geschoben. "Einen Kaffee, oder ist es schon zu spät für so etwas Aufregendes?" – "Nein, für mich lieber Tee, einen schwarzen Tee mit Zitrone, genau, das wäre jetzt gut." – "Sie waren schon mal hier, stimmt's?", und noch ehe sie antworten konnte: "Jedenfalls machen Sie den Eindruck." – "Möglich wie vieles, aber erinnern kann ich mich daran im Moment gerade nicht, nein, ich bin wirklich nicht sicher." –
                "Ich wette, es hört bestimmt bald auf...zu regnen, meine ich", beeilte er sich, zu ergänzen, als sie mit ziemlich verständnislosem Gesicht, fast schreckhaft den Kopf hob, dann kurz zögerte und mit den Augen fragend: "Ach ja? Mir gefällt zum Beispiel das Gefühl, was sich mitunter einstellen kann, wenn es am Abend zu regnen beginnt. Das, ...also so etwas beruhigt mich und gibt mir eine gewisse Sicherheit, sogar Verlässlichkeit." – "Und wie ist das dann morgens, wenn so ein Tag verregnet beginnt?" – "Unterschiedlich; es kommt ganz darauf an, was ich später vorhabe." – "Das klingt ja alles ziemlich vernünftig und organisiert, wie Sie so leben. Sie sind wohl so ein richtig vernünftiger Typ?...", und nach einer kurzen Atempause, aufmunternd lächelnd: "...ach, bestimmt sind Sie das, aber hoffentlich nicht für immer, oder doch?" –
                Für die Antwort  - aber eigentlich, so dachte sie, konnte es ja keine Antwort sein, die ihr durch den Kopf ging, wenigstens keine Antwort auf eine solche Frage? War es denn überhaupt eine Frage? Glich die Behauptung (oder Festlegung?) nicht viel mehr einer jener Beurteilungen der "Am-Ende-des-Tages"- und "Ich-bin-der-festen-Überzeugung"-Plauderer, wie sie sie ständig, ob gefragt oder nicht, meist unerbeten oder wenigstens unerwünscht, tagein, tagaus in ihrem Büro oder abends auf irgendwelchen dienstlichen Empfängen zu hören bekommt "Du bist... Sie sind...es ist...".
                Für eine solche, eher einer leisen Verwunderung ähnelnden Antwort benötigte sie all die Zeit, die es dauerte, bis sie die zwei Zuckerstückchen aus dem Papier gewickelt hatte, um diese dann, vom inneren Glasrand aus, in das Teeglas hinein- und hinabgleiten zu lassen. Und, als Zugabe sozusagen,  verlängerte sie dieses schweigende Schauen noch um ein paar Sekunden, in denen ihr schon seit jeher geradezu filmisches Gedächtnis plötzlich, ganz von allein und scheinbar unabhängig von ihrem Willen, ein paar Wochen zurückspulte, während sie gleichzeitig die Bewegungen der beiden sich auflösenden Zuckerstückchen verfolgte, als diese langsam in den, aus dem Teebeutel hervorquellenden dunklen Wasserschwaden verschwammen.
                Im Nu stoppte der Rücklauf an jenem Abend, an dem sie – eher zufällig als gezielt, jedenfalls hatte sie dies zuvor nur sehr selten getan – die Bekanntschafts-Annoncen in der Wochenend-Ausgabe der großen Tageszeitung ihrer Stadt überflog. 
                "Mann mit Eigenschaften möchte einer Frau mit ebensolchen begegnen." stand da, etwas lapidar, wie sie zunächst empfand, aber dafür immerhin fettgedruckt. Als ehemalige Literaturstudentin war ihr Robert Musils fragmentarischer Roman, eben "Der Mann ohne Eigenschaften", natürlich bekannt. "Warum nicht mal etwas riskieren?" dachte sie, sogar etwas angriffslustig. "Beim Spielen im Casino hast du doch auch keine Hemmungen, im Gegenteil." Wer mit einer solchen Assoziation für sich zu interessieren versuchte, den wollte sie doch wenigstens einmal treffen.
                Also schrieb sie ihm ein paar Zeilen, er antwortete prompt, sie telefonierten. Sie lernte schnell, wie "so etwas" geht. Und je näher der Tag des nach ein paar flüchtigen Gesprächen verabredeten ersten Treffens rückte, desto überzeugter war sie von der, wie sie fand, "symbolischen Sinnhaftigkeit" ihres kleinen Geheimnisses, das sie sogar ihrer allerbesten Freundin vorenthielt.
                Kurz bevor sie mit dieser Rückblende, deren Dauer sie weder damals noch später in Einheiten von Sekunden oder Minuten sich bewusst machen konnte, fertig wurde, setzten unvermittelt Piano und Schlagzeug der Jazzband ein. Der Geräuschpegel, den die Gespräche an den Tischen bis dahin gebildet hatten, versank gleichzeitig mit und in den zunehmenden Rhythmen der Musiker. In diese, nun musikbegleitete, Stille hinein, klang ihr hauchend geflüsterter Satz noch befremdender als sie es beabsichtigt hatte, und einem zufällig Lauschenden würde es vermutlich nicht gelingen, aus der Betonung auf eine Antwort oder auf eine Frage zu schließen; am ehesten war er noch vergleichbar mit einem ausgesprochenen Gedanken , begleitet von einem etwas unheimlichen Gefühl. Oder war es , sozusagen:"am Ende dieser Nacht", eine lächelnd vorgelesene Stelle aus einem Roman? "Ich bin vernünftig." – Nie wird sie dies wohl jemals zweifelsfrei klären können – wozu auch?
                "Und nichts erschien ihr in diesem Augenblick unwichtiger...," setzte sie plötzlich, zwar eigentlich nur für sich aber doch ganz leise vernehmbar, sinngemäß eine Stelle aus Kafkas "Amerika"-Roman umdeutend, gedanklich fort, in dem dies der Hauptfigur Karl Roßmann durch den Kopf ging, als ihm mitgeteilt wurde, dass er nun frei sei. Dabei musste sie ein weiteres Mal, ganz tief innen, lächeln.                             
                Als gegen Mitternacht die Frau und der Mann mit Eigenschaften die Bar verließen, war es mindestens jene "gefühlten 10 Grad kälter", wie es schon morgens das "Wetter-Update", wie solche Banalitäten neuerdings genannt werden, verkündet und der Regen sich längst in einen kräftigen Schneefall verwandelt hatte. Die Luft roch zum ersten Mal in diesem November winterlich. Sie rief nach einem Taxi, offensichtlich laut genug für diese Zeit; denn gleich darauf hielt ein schon leicht rutschender Wagen auf der Gegenfahrbahn. Im Davonfahren misslang ihr, ohnehin nur angedeutetes, Winken durch die von innen beschlagene Heckscheibe gründlich, und urplötzlich musste sie einfach nur noch richtig loslachen. Ein paar Ecken weiter wurde auch die Taxifahrerin, auf unerklärliche Weise, davon angesteckt, die dann allerdings nicht mehr nachfragen konnte, worüber sie beide denn eigentlich gerade so unverschämt und schallend lachten, weil ihr später, auf alle Fälle gutgelaunter Fahrgast nichts mehr erklären, sondern nur noch möglichst schnell ins Warme wollte.

                In ihr Notizbuch, das, jederzeit griffbereit, auf dem Nachtisch lag, und worin sie von Zeit zu Zeit ihre Nachtgedanken einträgt, um sie aufzuheben, schrieb sie, mit schnell gleitendem Bleistift und durch nur noch halbgeöffnete Augenlider blinzelnd mitlesend , beinahe schon in den Morgen hinein:

"Lass einfach zu, lass nur...

beim Anblick unverschämter, blauer Nacht,

die kinderleicht, ein müder Hauch,

sich auf das schneebedeckte Viertel legen will.


Lass es...

wenn dich die Leere anfällt

ganz zügellos, im späten Sternenlicht der Stadt,

lass es geschehn."


(c) L. N. München 2016

(FÜR M.)   

NachtZeichenSetzungen

Längst lassen nur noch Extreme wahrnehmbar aufhorchen, manchmal auch aufschreien; Extreme machen (etwas) klar und klarer, verdeutlichen, worum es – im Grunde – geht. Sie setzen zuallererst Zeichen. Der Extremist ist ein Zeichensetzer. Solches Zeichen-Setzen, auch als falsches, ist Vorbote, oft sogar Bedingung der Versuche, sich der Wahrheit zu nähern. (Die Zeichen-Setzung an und für sich ist also auch hierbei nicht vernachlässigbar.)

Wirklich radikales Denken kann demzufolge nicht anders (und kommt am Ende nicht darum herum), als auf der Fragwürdigkeit jedweder Moral, Religion oder gar "fester Überzeugungen" zu beharren und die grenzenlose Legitimation jeder Staats- oder Gesellschaftsform sowie staatlichen Rechtssprechung zu bezweifeln. Für alles Weitere hierzu könnte, auch 150 Jahre nach ihrem Erscheinen, aus den Schriften Friedrich Nietzsches seitenweise zitiert werden. Ob er selbst genug an dem zweifelte, was ihm wahr erschien, ist – jedenfalls aus heutiger Sicht – eher unerheblich.

"Neulich dachte ich...wenn ich mal nicht mehr bin; wer denkt das denn alles zu Ende?"

(Piet Klocke – Kabarettist und großartiger Redner)

 

GRAB-STEIN      

Sie sind nicht mehr!

So nennst du Menschen, die gestorben sind.

Doch sag: Sind diese Steine dort nicht da,

ganz so wie die, die hier begraben sind?

NachtTraumKünstler

"Die höchsten Kunstwerke, die wir kennen, zeigen uns:

Lebendige, hochorganisierte Naturen."

J.W. Goethe: "Über Laokoon"

Mitunter gleicht das nächtliche In-den-Schlaf-Gleiten - die Müdigkeit der halb geschlossenen Lider, mühelos und fast schon vorausträumend fortsetzend - dem Öffnen einer Tür zu einer Treppe, die in Serpetinen hinunterführt in die eigene, kleine Unterwelt, in die hineinzuschauen sich mit der Hoffnung verbindet, der Traum oder die Träume mögen – außer dass sie einen Weg weisen – dort unten auch insgesamt für etwas mehr Licht sorgen. Aber das will und will einfach nicht gelingen – weil wir es nicht ertrügen oder weil wir es nicht entschieden genug wagen?

Ist also die Angst vor der Nacht und den darin immer möglichen, manchmal sogar drohenden Angstträumen die Ursache oder, umgekehrt, erst die Folge letzterer? Ist die Angst vor dem allnächtlich sich öffnenden dunklen Innern vielleicht doch Antrieb und maßgeblich beteiligt an Inhalt und Intensität des vom Traum Bewegten?

Das an den Träumen arbeitende, oder gar in ihnen sich verwirklichende (?) Nacht-Ich, wie es auch beschaffen sein mag oder beschrieben werden kann: Es erschafft, einem Künstler gleich, aus Bruchstücken des bewusst und unbewusst erlebten Geschehens sowie dem vom TraumKünstler Hinzuerfundenen, große und kleine Werke, meist nur für eine Nacht; mit Wesen, die aus verschiedenen Menschen-Figuren zusammengefügt, in Räumen agieren, deren reale Vorbilder "unter der Hand des Künstlers" sich zu oft gewaltigen Traumtheater-Szenerien verwandeln. Bilder für eine Nacht - Bilder, die immer Originale, Bilder, die also einmalig sind.

Eigentlich schade, dass von diesen Schaffensprozessen und ihren Ergebnissen so wenig bekannt und noch weniger zu sehen ist. Von Interesse ist lediglich und zur Verwendung gelangt allenfalls der jeweilige Material-Wert des Geträumten (oder muss es heißen: Tauschwert?) für psychoananlytische Deutungen, oder gar esoterische und religiöse Phantastereien. Als Kunst kommen diese Werke nicht in Betracht wie so viele andere der schöperisch tätigen Akteure der NaturGeschichte - seit jeher.

In der NebenSache JBM (Ein NachtKommentar + Nachtrag)

                Der Autor des derzeit mit großem Erfolg auf den deutschen Bühnen und in den öffentlich-rechtlichen Anstalten gegebenen Schauspiels, mit dem Titel "Jan Böhmer Mann" (von und mit Jan Böhmermann u.v.a.m.), wollte selbstverständlich keineswegs mit den Äußerungen, die er seiner gleichnamigen Hauptfigur in den Mund legte, den türkischen Staatspräsidenten auch nur im Entferntesten beleidigen. Die Absicht des Stücks und seines Verfassers besteht einzig und allein darin, in eklatanter Weise zum Vorschein zu bringen, auf welch hohen moralischen und geschmacklichen Werten die Politik der Bundesrepublik Deutschland basiert und zugleich zeigen, mit welch verantwortungsvoller (Hand)Haltung diese Werte in politisches Handeln fließen.
                Etwas anderes kann ich mir jedenfalls, auch nach mehrmaligem Besuch einer der Vorstellungen und bei bestem Willen, nicht denken. Und dies ist ihm, finde ich, ganz hervorragend gelungen

                Aufgrund diverser anderer, wichtiger Verpflichtungen leicht verspätet, hat nun endlich auch das deutsche Staatsoberhaupt das Werk begutachten können und, mit aller Bescheidenheit, daran erinnert, dass doch einem demokratisch gewählten Präsidenten "mindestens so viel Ehrerbietung" zustehe wie einem König. Für die Ermöglichung einer solchermaßen erhellenden Klarstellung ist Herrn Jan Böhmermann sehr zu danken.      

.  
Nachtrag:

                In der zwischenzeitlich im DTF-Verlag (Verlag für deutsch-türkische Freundschaft) erschienenen und binnen weniger Wochen in sämtlichen bundesrepublikanischen Bestsellerlisten auf Platz 1 gehandelten Bühnenfassung des Stücks hat der Autor, Jan Böhmermann, eine so originelle, wie die Publikumswirkung nochmals fördernde, zusätzliche Szene eingefügt, in der die gleichnamige Hauptfigur mit einer per Gerichtsurteil verkündeten "Einstweiligen Verfügung" konfrontiert wird, die dem Autor, also J.B., nahelegt, einige Text-Passagen des Protagonisten zu streichen. Andernfalls wäre mit einer Geldstrafe von bis zu 250.000 Euro bzw. maximal sechsmonatiger Haft (allerdings nur in deutschen Gefängnissen) zu rechnen.

              Wie gesagt, und weil es angesichts der Realitätsnähe des Ganzen in Vergessenheit geraten könnte: Es handelt sich hier selbstverständlich um Fiktion, um nichts anderes. Deshalb soll und darf natürlich nicht verraten werden, wie sich "Jan Böhmer Mann" entscheidet, oder ob und wie er die drohenden Strafen annimmt – für psychologische Hoch-Spannung ist jedenfalls weiterhin gesorgt.    

                Mit dieser Maßnahme hat der Autor in sehr dankenswerter Weise schließlich auch dafür gesorgt, dass sozusagen: "im Namen des Volkes", der dritten Gewalt unserer stets wehrhaften Demokratie der ihr, wie dem Herrn Bundespräsidenten sowie all den anderen königlichen Hoheiten zustehende Respekt erwiesen wird.             

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