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<title>Notizen zur Nacht</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm</link>
<description>Gedanken und Prosa von Lutz Neumann</description>
<language>de-de</language>
<pubDate>Sat, 19 May 2012 03:04:42+0200</pubDate>
<lastBuildDate>Mon, 09 Apr 2012 17:41:00+0200</lastBuildDate>
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<managingEditor>lutz@notizenzurnacht</managingEditor>
<webMaster>lutz@notizenzurnacht</webMaster>
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<title>Nachtlied</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2012/4/9/Nachtlied</link>
<description>
&lt;p&gt;Schau, wie sich Tage wieder gr&amp;uuml;n verneigen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;und dich des Abends dunkles Rot ber&amp;uuml;hrt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;H&amp;ouml;r, wie im Sonnengelb die Sommer schweigen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;und sp&amp;auml;t ein Kind dich in die Nacht entf&amp;uuml;hrt.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Zeit der kurzen Gedichte</category>
<pubDate>Mon, 09 Apr 2012 17:41:00+0200</pubDate>
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<title>Selbstgespräch in der Lichtzeit</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2012/2/26/Selbstgesprch-in-der-Lichtzeit</link>
<description>
&lt;p&gt;&amp;quot;Das Gewicht der Welt&amp;quot;&amp;nbsp;(Peter Handke):&amp;nbsp;nach eigenen Ma&amp;szlig;en&amp;nbsp;&lt;strong&gt;abw&amp;auml;gbar&lt;/strong&gt;&amp;nbsp;und aufgezeichnet sp&amp;uuml;rbar,&amp;nbsp;Tag f&amp;uuml;r Tag, als Lauf der Bilder,&amp;nbsp;Worte und Ger&amp;auml;usche, sp&amp;auml;ter in der abendlichen Lichtzeit,&amp;nbsp;wenn im Haus die Stille wartet. Sie erz&amp;auml;hlt mir nur von sich; darin hat&amp;nbsp;sie gro&amp;szlig;e Kraft.&amp;nbsp;Wir verstehen einander und schweigen&amp;nbsp;nach einiger Zeit. Etwas sp&amp;auml;ter verlasse ich sie,&amp;nbsp;um&amp;nbsp;irgendwann wieder zur&amp;uuml;ckkehren zu k&amp;ouml;nnen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Warum l&amp;auml;chelte, vorhin auf dem Gehweg, die Entgegenkommende mir zu? Oder habe ich m&amp;ouml;glicherweise, ohne es zu bemerken, zuerst gel&amp;auml;chelt? Dann w&amp;auml;re ihr L&amp;auml;cheln nur die Antwort gewesen? Aber warum eigentlich &amp;quot;nur&amp;quot;?&amp;nbsp;Und wie&amp;nbsp;h&amp;auml;tte diese Begegnung an irgendeinem anderen Tag,&amp;nbsp;aus&amp;nbsp;dem Blickwinkel von Beiden,&amp;nbsp;ausgesehen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was w&amp;auml;re heute alles anders, wenn &lt;em&gt;&lt;strong&gt;der und jene&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; an einem &amp;quot;bestimmten&amp;quot; Tag, zu einer bestimmten Zeit&amp;nbsp;nicht&amp;nbsp;genau diesen Ort aufgesucht h&amp;auml;tten? Und warum schleicht sich hier f&amp;ouml;rmlich das W&amp;ouml;rtchen &amp;quot;bestimmt&amp;quot; ein, wo es sich, von Fall zu Fall, doch nur um Zufall handeln kann? Welche Vorstellung l&amp;auml;sst sich mit dem Satz von Anselm Kiefer verbinden, dass &amp;quot;die Dinge auf ihren Zusammenhang warten&amp;quot; w&amp;uuml;rden?&amp;nbsp;Wie wird etwas und einer ein anderer? Wie bin ich geworden, der ich bin? Wie zuf&amp;auml;llig ist das, was ich als meinen Weg kenne? Kenne ich ihn &amp;uuml;berhaupt?&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Wann habe ich zuletzt meinen H&amp;auml;nden dabei zugeschaut, wie sie etwas tun? Wer erreicht sie? Wen und was erreichen sie? Tun sie, was ich will? Wollen sie, was sie tun? Oder sind sie (schon wieder:) &amp;quot;nur&amp;quot; Werkzeuge, wie alle&amp;nbsp;anderen K&amp;ouml;rperglieder und die Organe auch? Dann w&amp;auml;re der rege Neuronenverkehr im Gehirn zwischen den Zellen nichts anderes,&amp;nbsp;als die lautlose Werkzeugsteuerungs-Anlage, also das Werkzeug zur Inbetriebnahme der Werkzeuge? Aber -&amp;nbsp;so&amp;nbsp;k&amp;ouml;nnte ich mich, fragend, vielleicht beruhigen - haben die H&amp;auml;nde nicht vor einiger Zeit mal&amp;nbsp;&amp;quot;da oben&amp;quot; (wie in Ottos wundervollem Sketch) Bescheid gesagt, man m&amp;ouml;ge sich freundlicherweise merken, wie sie das gerade gemacht h&amp;auml;tten, damit sie nicht sinnlos Energie vergeuden m&amp;uuml;ssten, um es immer wieder von Neuem zu erlernen? Und was w&amp;auml;re ich ohne meine H&amp;auml;nde, beim Sichten der allt&amp;auml;glichen Handlungen da drau&amp;szlig;en, hier drinnen?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 21:58:00+0200</pubDate>
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<title>Tagtraum zwischen den Räumen</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2012/2/3/Tagtraum-zwischen-den-Rumen</link>
<description>
&lt;p&gt;Gehen wir, wenn du magst, einen Weg zu suchen...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;setzen wir uns ins Licht f&amp;uuml;r den Augenschein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Stehen wir hungrig auf, um&amp;nbsp;vom Wind zu kosten...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Gehen wir, wie du magst, um uns nah zu sein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Zeit der kurzen Gedichte</category>
<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 00:11:00+0200</pubDate>
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<title>Un-Worte</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2011/12/21/UnWorte</link>
<description>
&lt;p&gt;Unworte des Jahres&amp;nbsp;aus dem&amp;nbsp;&lt;em&gt;&amp;quot; entspannten, unaufgeregten&amp;quot;&lt;/em&gt; Jargon der (Ein)-Geweihten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;...&lt;em&gt;nicht wirklich / unglaublich / spannend...&lt;/em&gt;&amp;quot;,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;dicht gefolgt von:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;...&lt;em&gt;l&amp;uuml;ckenloser Aufkl&amp;auml;rung&amp;nbsp;/ an dieser Stelle / am Ende des Tages / bin ich der festen &amp;Uuml;berzeugung / definitiv / ein St&amp;uuml;ck weit / sensationell.&lt;/em&gt;&amp;quot;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Wed, 21 Dec 2011 00:41:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtscherben</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2011/12/12/Nachtscherben</link>
<description>
&lt;p&gt;Nachtscherben &amp;ndash; Bilder, die verbluten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;vielleicht morgen wieder: h&amp;uuml;gelaufw&amp;auml;rts gehen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;weiterbl&amp;auml;ttern bei den B&amp;auml;umen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Himmel st&amp;uuml;rmisch &amp;ndash; Wintern&amp;auml;he&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;weiterschreiten, bleiern droht das Bleiben&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schrei der Kr&amp;auml;he, unerh&amp;ouml;rt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;vielleicht morgen wieder: nach dem Rechten sehen?&lt;/p&gt;
</description>
<category>Zeit der kurzen Gedichte</category>
<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 18:45:00+0200</pubDate>
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</item>
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<title>Nachtwelt</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2011/11/29/Nachtwelt</link>
<description>
&lt;p&gt;Novembernachtstimmen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;schlaflos im Schatten kalter Steine&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;verirrt durchwachte Totenreiche&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;nie so getr&amp;auml;umt und atemlos -&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;der Trauer Tr&amp;auml;nen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;l&amp;auml;ngst zu Stein geworden...&lt;/p&gt;
</description>
<category>Zeit der kurzen Gedichte</category>
<pubDate>Tue, 29 Nov 2011 21:51:00+0200</pubDate>
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</item>
<item>
<title>Nachtlicht</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/12/12/Nachtlicht</link>
<description>
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 115%; font-size: 9pt&quot;&gt;Kein Anfang &amp;ndash; nirgends &amp;ndash; nur die Zeit&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 115%; font-size: 9pt&quot;&gt;vermutlich ewig&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 115%; font-size: 9pt&quot;&gt;Spiel des Lichts&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 115%; font-size: 9pt&quot;&gt;das abends schr&amp;auml;g durchs Fenster f&amp;auml;llt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot;&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 115%; font-size: 9pt&quot;&gt;Kein Zauber &amp;ndash; nirgends &amp;ndash; nur die Nacht&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 115%; font-size: 9pt&quot;&gt;der Wahrheit Freundin&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 115%; font-size: 9pt&quot;&gt;ferner Sonnen Licht&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;div style=&quot;margin: 0cm 0cm 10pt&quot;&gt;&lt;span style=&quot;line-height: 115%; font-size: 9pt&quot;&gt;das manchmal schr&amp;auml;g durchs Fenster f&amp;auml;llt.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Zeit der kurzen Gedichte</category>
<pubDate>Sun, 12 Dec 2010 18:05:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtstille</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/9/4/Nachtstille</link>
<description>
&lt;p&gt;Die Stille ist aktiv. Sie empf&amp;auml;ngt nicht nur;&amp;nbsp;sie macht auch empf&amp;auml;nglich. Und sie ist&amp;nbsp;- nicht zuletzt -&amp;nbsp;Voraussetzung, um dar&amp;uuml;ber nachdenken zu k&amp;ouml;nnen, was sie eigentlich sei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wort-Laute selbst, nicht nur die W&amp;ouml;rter innerhalb ihrer Wortfelder, erzeugen Gef&amp;uuml;hle. Der Wortlaut, auch dieser hier,&amp;nbsp;f&amp;uuml;hrt hingegen&amp;nbsp;nur vor, wie das &amp;quot;L&amp;auml;utende&amp;quot; zum Schweigen gebracht wurde, um eine gewisse Ordnung herzustellen. &amp;quot;Immer wieder musst du ganz zur&amp;uuml;ck.&amp;quot; (Bettina Hirschberg)&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 23:13:00+0200</pubDate>
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</item>
<item>
<title>Nachtspiel II</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/9/4/Nachtspiel-II</link>
<description>
&lt;p&gt;Wird nicht, wer auf Rot gesetzt hat, hoffen, Rot m&amp;ouml;ge auch kommen?&amp;nbsp;Wird die Hoffnung&amp;nbsp;nicht deutlich geringer ausfallen,&amp;nbsp;wenn nur auf eine&amp;nbsp;einzige Zahl&amp;nbsp;gesetzt wurde? Ist&amp;nbsp;die Hoffnung also nichts anderes als eine von vielen&amp;nbsp;Wetten auf die Zukunft? Und gilt&amp;nbsp;f&amp;uuml;r sie nicht dasselbe, wie f&amp;uuml;r alle Wetten:&amp;nbsp;Je gr&amp;ouml;&amp;szlig;er die&amp;nbsp;Wahrscheinlichkeit f&amp;uuml;r das Eintreffen eines Ereignisses, desto&amp;nbsp;gr&amp;ouml;&amp;szlig;er&amp;nbsp;die Hoffnung, dass die Wette gewonnen werden m&amp;ouml;ge?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle Regeln leiden regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig unter allergr&amp;ouml;&amp;szlig;ter Verletzungsgefahr. Vielleicht kennt der Falschspieler die Regeln am besten, aber er braucht sie dennoch dringend, um &amp;uuml;berhaupt falsch spielen zu k&amp;ouml;nnen. So lange wir leben, (gewinnen und) verlieren wir; so lange wir verlieren (und gewinnen), leben wir. Warum verlieren wir eigentlich so ungern?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht in den Tag, in die Nacht hinein zu leben, k&amp;ouml;nnte ein Ziel sein, um besser sehen zu k&amp;ouml;nnen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 22:29:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtangst</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/8/18/Nachtangst</link>
<description>
&lt;p&gt;In der Nacht erschrak ein Kind, zum ersten Mal. Im Hof ergriffen kleine H&amp;auml;nde dunkelrote Kirschen, und kein Garten breitete sich aus zwischen den Nachbarn. Ein Wolkenschauer lag seitlich auf der Mauer, folgte wieder und wieder dem hohen Abendflug der Schwalben und wusste von seiner Bedeutung. Sp&amp;auml;t wurde es oft, im Stra&amp;szlig;enversteck hinter B&amp;auml;umen. - Aber du wolltest gefunden werden? - Ja, das war der Sinn all&amp;nbsp;unserer Spiele. - Und die g&amp;uuml;tige, alte Frau, die noch&amp;nbsp; heute in deinen Tr&amp;auml;umen weiterlebt? - Sie sa&amp;szlig; Tag und Nacht an&amp;nbsp;ihrer N&amp;auml;hmaschine in der K&amp;uuml;che.&amp;nbsp;Es hie&amp;szlig;: wer dort sitzt, hat immerhin zu tun.&amp;nbsp;Manchmal schlief sie, &amp;uuml;ber die Arbeit gebeugt, auch ein.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 23:32:00+0200</pubDate>
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<title>Vom Fall der Gefallenen</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/4/13/Vom-Fall-der-Gefallen</link>
<description>
&lt;p&gt;Mit &amp;quot;gro&amp;szlig;er Betroffenheit und tiefem Mitgef&amp;uuml;hl f&amp;uuml;r die Angeh&amp;ouml;rigen&amp;quot; &lt;strong&gt;gefallen&lt;/strong&gt; sich&amp;nbsp;jene, die&amp;nbsp;vom Krieg&amp;nbsp;nichts wissen wollten,&amp;nbsp;nun darin, die &lt;strong&gt;Gefallenen&lt;/strong&gt; zu betrauern, die von ihnen dorthin geschickt wurden und werden, wo der Krieg tagt&amp;auml;glich der &lt;strong&gt;Fall&lt;/strong&gt; ist.&amp;nbsp;Ach, k&amp;ouml;nnten die Gefallenen doch aufstehen und berichten, dass sie tats&amp;auml;chlich get&amp;ouml;tet wurden und nicht so einfach mal &lt;strong&gt;fielen&lt;/strong&gt;. Aber, das ist nat&amp;uuml;rlich nicht m&amp;ouml;glich, und so bleibt es bei der L&amp;uuml;ge vom &lt;strong&gt;Verteidigungsfall&lt;/strong&gt; f&amp;uuml;r die Freiheit, f&amp;uuml;r die es sich schon&amp;nbsp;noch lohnen w&amp;uuml;rde, &lt;strong&gt;zu fallen&lt;/strong&gt;.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 21:58:00+0200</pubDate>
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<title>Wirklichkeiten</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/3/21/real-irreal</link>
<description>
&lt;p&gt;&amp;quot;Nein, nicht wirklich&amp;quot;, sagte vorhin der Landrover-Fahrer beim Aussteigen in sein Handy und r&amp;uuml;ckte sich den dunkelroten Seidenschal zurecht, den er - wie viele jener postmodern Uniformierten - als Lasso eng um den Hals geschlungen, trug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit Einige deutlich &amp;uuml;ber ihren M&amp;ouml;glichkeiten leben k&amp;ouml;nnen, wird alles M&amp;ouml;gliche getan, um Viele unter ihren M&amp;ouml;glichkeiten leben zu lassen. Es ist aber noch immer m&amp;ouml;glich, dass die Vielen dies wirklich &amp;auml;ndern werden.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die&amp;nbsp;Gegenwart - so wird vermutet - dauere nur drei Sekunden. Sie ist also jetzt vorbei.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin nicht der &amp;quot;festen &amp;Uuml;berzeugung&amp;quot;, dass all jene, die sich tagt&amp;auml;glich&amp;nbsp;r&amp;uuml;hmen, einer &amp;quot;festen &amp;Uuml;berzeugung&amp;quot; zu sein,&amp;nbsp;bereits l&amp;uuml;gen, bevor sie verlautbaren, um welche &amp;Uuml;berzeugung es sich diesmal handelt. Ich denke aber, dass die &amp;uuml;berzeugten - in der Regel - die gef&amp;auml;hrlicheren T&amp;auml;ter sind.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur die Sehnsucht, die gelernt hat, ihre Unerf&amp;uuml;llbarkeit zu ahnen, erf&amp;uuml;llt das Leben mit dem Glanz des Kostbaren. Ein Leben kann nicht gelingen, aber es kann gelingen, zu leben - nicht fraglos, sondern fragend, also fragw&amp;uuml;rdig.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 23:17:00+0200</pubDate>
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</item>
<item>
<title>alt</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/1/26/Alt-1</link>
<description>
&lt;p&gt;Herbsthimmel, sp&amp;auml;t und sonnenlos&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;allt&amp;auml;glich&amp;nbsp;werden N&amp;auml;chte dunklen Denkens&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;in alten R&amp;auml;umen&amp;nbsp;unsichtbar: der &amp;Auml;ngste Schattenspiel -&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;kein Wort mehr st&amp;ouml;rt verstummtes Warten.&lt;/p&gt;
</description>
<category>Zeit der kurzen Gedichte</category>
<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 00:22:00+0200</pubDate>
<guid>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/1/26/Alt-1</guid>
</item>
<item>
<title>Nachtspiel</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/1/25/Nachtspiel</link>
<description>
&lt;p&gt;Die Unbeweisbarkeit dessen, was f&amp;uuml;r besser oder schlechter gehalten wird, ist unabweisbar. Und es gen&amp;uuml;gt bereits, nur ein wenig von au&amp;szlig;en an den W&amp;auml;nden und Kanten all der kleinen und gro&amp;szlig;en Wertegeb&amp;auml;ude zu kratzen, um zu entdecken, wie&amp;nbsp;schnell sie - bei Bedarf - wieder abgerissen werden k&amp;ouml;nnen, abendl&amp;auml;ndisch, morgenl&amp;auml;ndisch...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man k&amp;ouml;nnte zu dem Schluss kommen, dass bereits alles gesagt sei. Gesagt ist damit jedoch nicht, dass fortan geschwiegen werden m&amp;uuml;sse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Selbst das Spiel mit den Worten kennt Verlierer und Gewinner (und unterscheidet danach), wie alles Spielerische. Auch wer mit&amp;nbsp;Papier und&amp;nbsp;Bleistift spielt, m&amp;ouml;chte, dass es ihm gelingen m&amp;ouml;ge. Es kommt nicht auf den Einsatz an, sondern darauf, die drohende Niederlage abzuwenden;&amp;nbsp;und&amp;nbsp;je drohender sie ist oder&amp;nbsp;erscheinen mag, desto gr&amp;ouml;&amp;szlig;er die Erleichterung, sie - gerade noch einmal - abgewendet zu haben. &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 23:42:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtnotiz 9</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2009/11/16/Nachtnotiz-9</link>
<description>
&lt;p&gt;Alln&amp;auml;chtliche Nachrufe, Nachworte, Nachtworte -&amp;nbsp; ins Dunkle gedacht,, unausgesprochen, fast unausweichlich; und auch diese Freiheit&amp;nbsp;f&amp;uuml;hrt direkt in &amp;nbsp;Friedrich Nietzsches &amp;quot;Einsamkeit der W&amp;auml;lder&amp;quot;.&amp;nbsp;Empf&amp;auml;nger:&amp;nbsp;meist unbekannt, nicht zu ermitteln. Und dennoch: t&amp;auml;gliches Sollen als Sein gegen das Haben; es sei denn als Angst, Tag f&amp;uuml;r Tag &amp;uuml;berwindbar, nie endg&amp;uuml;ltig. Aber das ist nicht zu beklagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwischen zwei Waldwegen, die ungef&amp;auml;hr parallel zueinander verliefen, der eine etwas oberhalb des anderen, versuchte er, mehr auf und ab steigend als gehend, die einmal gew&amp;auml;hlte Richtung nicht aus den Augen zu verlieren. Manchmal wechselte er, absichtslos und ohne jeglichen Impuls dazu, das Tempo. Wenig sp&amp;auml;ter war ihm dieses auf und ab steigende Gehen&amp;nbsp;als eine g&amp;uuml;ltige Auskunft &amp;uuml;ber die Freiheit erschienen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 22:58:00+0200</pubDate>
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