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<title>Notizen zur Nacht</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm</link>
<description>Gedanken und Prosa von Lutz Neumann</description>
<language>de-de</language>
<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 00:43:48+0200</pubDate>
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<title>Nachtfragen</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/9/4/Nachtfragen</link>
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&lt;p&gt;Warum kann es gl&amp;uuml;cklich machen, etwas zu erkennen? Warum erschien es irgendwann einmal n&amp;ouml;tig, ein bestimmtes Gef&amp;uuml;hl als Gl&amp;uuml;cksgef&amp;uuml;hl zu bezeichnen? Warum hei&amp;szlig;t es sogar: &amp;quot;au&amp;szlig;er sich sein&amp;quot;? Warum&amp;nbsp;ist es kein Gl&amp;uuml;ck, ungl&amp;uuml;cklich sein zu k&amp;ouml;nnen? Warum ist Gewissheit w&amp;uuml;nschenswerter als das Ungewisse? Warum stellen sich (mir) solche Fragen? &amp;quot;Aber h&amp;ouml;ren Sie ja nicht auf, alles zu besehen und unmenschlich&amp;nbsp;fragen.&amp;quot; (Rachel&amp;nbsp;Varnhagen)&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
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<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 23:22:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtstille</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/9/4/Nachtstille</link>
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&lt;p&gt;Die Stille ist aktiv. Sie empf&amp;auml;ngt und macht empf&amp;auml;nglich. Und sie ist selbst Voraussetzung, um dar&amp;uuml;ber nachdenken zu k&amp;ouml;nnen, was sie eigentlich sei.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Wort-Laute, nicht nur die W&amp;ouml;rter selbst, innerhalb ihrer Wortfelder, erzeugen Gef&amp;uuml;hle. Der Wortlaut hingegen f&amp;uuml;hrt nur vor, wie die Laute zum Schweigen gebracht wurden, um eine gewisse Ordnung herzustellen. &amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 23:13:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtspiel II</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/9/4/Nachtspiel-II</link>
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&lt;p&gt;Wird nicht, wer auf Rot gesetzt hat, hoffen, Rot m&amp;ouml;ge auch kommen?&amp;nbsp;Die Hoffnung wird deutlich geringer sein,&amp;nbsp;wenn nur auf eine&amp;nbsp;einzige Zahl&amp;nbsp;gesetzt wurde. Ist also die Hoffnung nichts anderes als eine Wette? Und gilt&amp;nbsp;f&amp;uuml;r sie nicht dasselbe, wie f&amp;uuml;r alle Wetten:&amp;nbsp;Je gr&amp;ouml;&amp;szlig;er die&amp;nbsp;Wahrscheinlichkeit f&amp;uuml;r das Eintreffen eines Ereignisses, desto&amp;nbsp;gr&amp;ouml;&amp;szlig;er&amp;nbsp;die Hoffnung, dass die Wette gewonnen wird?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Alle Regeln leiden regelm&amp;auml;&amp;szlig;ig unter allergr&amp;ouml;&amp;szlig;ter Verletzungsgefahr. Vielleicht kennt der Falschspieler die Regeln am besten, aber er braucht sie dennoch dringend, um &amp;uuml;berhaupt falsch spielen zu k&amp;ouml;nnen. So lange wir leben, (gewinnen und) verlieren wir; so lange wir verlieren (und gewinnen), leben wir. Warum verlieren wir eigentlich so ungern?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nicht in den Tag, in die Nacht hinein zu leben, k&amp;ouml;nnte ein Ziel sein, um besser sehen zu k&amp;ouml;nnen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Sat, 04 Sep 2010 22:29:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtangst</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/8/18/Nachtangst</link>
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&lt;p&gt;In der Nacht erschrak ein Kind, zum ersten Mal. Im Hof ergriffen kleine H&amp;auml;nde dunkelrote Kirschen, und kein Garten breitete sich aus zwischen den Nachbarn. Ein Wolkenschauer lag seitlich auf der Mauer, folgte wieder und wieder dem hohen Abendflug der Schwalben und wusste von seiner Bedeutung. Sp&amp;auml;t wurde es im Stra&amp;szlig;enversteck hinter B&amp;auml;umen. - Aber du wolltest gefunden werden? - Ja, das war der Sinn all&amp;nbsp;unserer Spiele. - Und die alte Frau? - Sie sa&amp;szlig; an der N&amp;auml;hmaschine. Es hie&amp;szlig;: wer dort sitzt, hat immerhin zu tun.&amp;nbsp;Manchmal schlief sie, &amp;uuml;ber die Arbeit gebeugt, auch ein.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Wed, 18 Aug 2010 23:32:00+0200</pubDate>
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<title>Vom Fall der Gefallenen</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/4/13/Vom-Fall-der-Gefallen</link>
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&lt;p&gt;Mit &amp;quot;gro&amp;szlig;er Betroffenheit und tiefem Mitgef&amp;uuml;hl f&amp;uuml;r die Angeh&amp;ouml;rigen&amp;quot; &lt;strong&gt;gefallen&lt;/strong&gt; sich&amp;nbsp;jene, die&amp;nbsp;vom Krieg&amp;nbsp;nichts wissen wollten,&amp;nbsp;nun darin, die &lt;strong&gt;Gefallenen&lt;/strong&gt; zu betrauern, die von ihnen dorthin geschickt wurden und werden, wo der Krieg tagt&amp;auml;glich der &lt;strong&gt;Fall&lt;/strong&gt; ist.&amp;nbsp;Ach, k&amp;ouml;nnten die Gefallenen doch aufstehen und berichten, dass sie tats&amp;auml;chlich get&amp;ouml;tet wurden und nicht so einfach mal &lt;strong&gt;fielen&lt;/strong&gt;. Aber, das ist nat&amp;uuml;rlich nicht m&amp;ouml;glich, und so bleibt es bei der L&amp;uuml;ge vom &lt;strong&gt;Verteidigungsfall&lt;/strong&gt; f&amp;uuml;r die Freiheit, f&amp;uuml;r die es sich schon&amp;nbsp;noch lohnen w&amp;uuml;rde, &lt;strong&gt;zu fallen&lt;/strong&gt;.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Tue, 13 Apr 2010 21:58:00+0200</pubDate>
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<title>Wirklichkeiten</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/3/21/real-irreal</link>
<description>
&lt;p&gt;&amp;quot;Nein, nicht wirklich&amp;quot;, sagte vorhin der Landrover-Fahrer beim Aussteigen in sein Handy und r&amp;uuml;ckte sich den dunkelroten Seidenschal zurecht, den er - wie viele jener postmodern Uniformierten - als Lasso eng um den Hals geschlungen, trug.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Damit Einige deutlich &amp;uuml;ber ihren M&amp;ouml;glichkeiten leben k&amp;ouml;nnen, wird alles M&amp;ouml;gliche getan, um Viele unter ihren M&amp;ouml;glichkeiten leben zu lassen. Es ist aber noch immer m&amp;ouml;glich, dass die Vielen dies wirklich &amp;auml;ndern werden.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die&amp;nbsp;Gegenwart - so wird vermutet - dauere nur drei Sekunden. Sie ist also jetzt vorbei.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ich bin nicht der &amp;quot;festen &amp;Uuml;berzeugung&amp;quot;, dass all jene, die sich tagt&amp;auml;glich&amp;nbsp;r&amp;uuml;hmen, einer &amp;quot;festen &amp;Uuml;berzeugung&amp;quot; zu sein,&amp;nbsp;bereits l&amp;uuml;gen, bevor sie verlautbaren, um welche &amp;Uuml;berzeugung es sich diesmal handelt. Ich denke aber, dass die &amp;uuml;berzeugten - in der Regel - die gef&amp;auml;hrlicheren T&amp;auml;ter sind.&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur die Sehnsucht, die gelernt hat, ihre Unerf&amp;uuml;llbarkeit zu ahnen, erf&amp;uuml;llt das Leben mit dem Glanz des Kostbaren. Ein Leben kann nicht gelingen, aber es kann gelingen, zu leben - nicht fraglos, sondern fragend, also fragw&amp;uuml;rdig.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Sun, 21 Mar 2010 23:17:00+0200</pubDate>
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<title>alt</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/1/26/Alt-1</link>
<description>
&lt;p&gt;Herbsthimmel, sp&amp;auml;t und sonnenlos&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;allt&amp;auml;glich&amp;nbsp;werden N&amp;auml;chte dunklen Denkens&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;in alten R&amp;auml;umen&amp;nbsp;unsichtbar: der &amp;Auml;ngste Schattenspiel -&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;kein Wort zerst&amp;ouml;rt verstummtes Warten.&lt;/p&gt;
</description>
<category>Zeit der kurzen Gedichte</category>
<pubDate>Tue, 26 Jan 2010 00:22:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtspiel</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2010/1/25/Nachtspiel</link>
<description>
&lt;p&gt;Die Unbeweisbarkeit dessen, was f&amp;uuml;r besser oder schlechter gehalten wird, ist unabweisbar. Und es gen&amp;uuml;gt bereits, nur ein wenig von au&amp;szlig;en an den W&amp;auml;nden und Kanten all der kleinen und gro&amp;szlig;en Wertegeb&amp;auml;ude zu kratzen, um zu entdecken, wie&amp;nbsp;schnell sie - bei Bedarf - wieder abgerissen werden k&amp;ouml;nnen, abendl&amp;auml;ndisch, morgenl&amp;auml;ndisch...&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Man k&amp;ouml;nnte zu dem Schluss kommen, dass bereits alles gesagt sei. Gesagt ist damit jedoch nicht, dass fortan geschwiegen werden m&amp;uuml;sse.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Selbst das Spiel mit den Worten kennt Verlierer und Gewinner (und unterscheidet danach), wie alles Spielerische. Auch wer mit dem Bleistift spielt, m&amp;ouml;chte, dass es ihm gelingen m&amp;ouml;ge. Es kommt nicht auf den Einsatz an, sondern darauf, die immer drohende Niederlage abzuwenden; denn je drohender sie ist oder vorgestellt wird, desto triumphaler wird der Sieg sein.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Mon, 25 Jan 2010 23:42:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtnotiz 9</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2009/11/16/Nachtnotiz-9</link>
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&lt;p&gt;Alln&amp;auml;chtliche Nachrufe, Nachworte, Nachtworte -&amp;nbsp; ins Dunkle gedacht,, unausgesprochen, fast unausweichlich; und auch diese Freiheit&amp;nbsp;f&amp;uuml;hrt direkt in &amp;nbsp;Friedrich Nietzsches &amp;quot;Einsamkeit der W&amp;auml;lder&amp;quot;.&amp;nbsp;Empf&amp;auml;nger:&amp;nbsp;meist unbekannt, nicht zu ermitteln. Und dennoch: t&amp;auml;gliches Sollen als Sein gegen das Haben; es sei denn als Angst, Tag f&amp;uuml;r Tag &amp;uuml;berwindbar, nie endg&amp;uuml;ltig. Aber das ist nicht zu beklagen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Zwischen zwei Waldwegen, die ungef&amp;auml;hr parallel zueinander verliefen, der eine etwas oberhalb des anderen, versuchte er, mehr auf und ab steigend als gehend, die einmal gew&amp;auml;hlte Richtung nicht aus den Augen zu verlieren. Manchmal wechselte er, absichtslos und ohne jeglichen Impuls dazu, das Tempo. Wenig sp&amp;auml;ter war ihm dieses auf und ab steigende Gehen&amp;nbsp;als eine g&amp;uuml;ltige Auskunft &amp;uuml;ber die Freiheit erschienen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 22:58:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtnotiz 8 </title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2009/10/16/Nachtnotiz-8</link>
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&lt;p&gt;Bei Begriff und Behandlung des Stotterns als Sprachfehler oder Sprechst&amp;ouml;rung wird &amp;uuml;bersehen, dass der Stotterer nur gr&amp;uuml;ndlich h&amp;ouml;rbar den immer n&amp;ouml;tigen Zweifel und das nie versiegende Misstrauen auf den Punkt bringt, wovon der ganz &amp;quot;normale&amp;quot; Redefluss sonst nichts zu wissen scheint und darin seine Ordnung findet. Die Angst des Stotterers, nicht sagen zu k&amp;ouml;nnen, was der Gedanke meint, die Angst, unerh&amp;ouml;rt zu bleiben, die das Sagen ins Versagen schickt, indem sie ihm den Atem nimmt; die Angst gehetzter Worte, die Verfolger vor sich und im Nacken sp&amp;uuml;rend - davon befreit nur N&amp;auml;he, ohne die Verst&amp;auml;ndigung nicht m&amp;ouml;glich ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In der Nacht wird mit der Finsternis gehandelt, und die Angebote sind nicht schlechter oder minderwertiger als die des Tages. Die Farben der Nacht - sie gl&amp;auml;nzen zwar matt, aber sie gl&amp;auml;nzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Die Einsamkeit hat zu Unrecht einen schlechten Ruf; sie bleibt dem, was es hei&amp;szlig;t, zu leben, n&amp;auml;her befreundet als alle Geselligkeit.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Worum es geht?&amp;nbsp;Um das,&amp;nbsp;was heute (auch: hier und jetzt) geschieht; was also der Fall ist, soll(te) beschrieben werden, und&amp;nbsp;im Zuge der Beschreibung&amp;nbsp;entsteht vielleicht ein ungeschnittener Film, der dennoch zu erz&amp;auml;hlen vermag, wie es geworden ist und (noch) weiter werden wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Es ist die Stille aller N&amp;auml;chte,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;die irgendwann,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;in&amp;nbsp;einer Nacht vereint,&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;den Augenblick verewigt.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Fri, 16 Oct 2009 21:10:00+0200</pubDate>
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<title>Schillers Urenkel</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2009/8/12/Schillers-Urenkel</link>
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&lt;p&gt;Der freie Lauf der Gedanken unterscheidet nicht nach guten oder schlechten Nachrichten, nach guten oder schlechten Taten; er entscheidet sich gegen jegliche Moral und f&amp;uuml;r den Dialog.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;In jener &amp;quot;Einsamkeit der W&amp;auml;lder&amp;quot; mag die Vermutung entstehen, die Gedanken m&amp;uuml;ssten - nicht zuletzt - auch deshalb frei sein, damit wenigstens &lt;em&gt;im Geiste &lt;/em&gt;all die kleinen Gemeinheiten (oder gar Verbrechen) geplant und ausgemalt werden k&amp;ouml;nnen, die, ausgef&amp;uuml;hrt, verboten sind oder unter Strafandrohung stehen; meistens sogar beides?&amp;nbsp;&amp;nbsp;Also: die Verteidigung &amp;quot;der Einsicht in die Notwendigkeit&amp;quot; (Friedrich Engels)als Bedingung von Freiheit (und umgekehrt!)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Der Autist hat sich eingesperrt oder ist eingesperrt worden. Sein Schicksal, abgesehen davon, dass er als ein kranker Mensch gilt, taugt jedoch durchaus zum Spiegel f&amp;uuml;r die Anderen, Gesunden. Sie m&amp;uuml;ssten nur genau genug hineinschauen. Aber auch noch daf&amp;uuml;r zu sorgen, ist ihm nicht gegeben - in seinem&amp;nbsp;Gef&amp;auml;ngnis.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und nat&amp;uuml;rlich kommt &amp;quot;zuerst das Fressen&amp;quot;. Die Moral, die das nicht wahr haben will, beherrscht bequem und satt das Jammertal.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Wed, 12 Aug 2009 23:39:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtnotiz 7</title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2009/8/3/Nachtnotiz-7</link>
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&lt;p&gt;Die Nacht -&amp;nbsp;sie&amp;nbsp;kann auch Ort sein, Zufluchtsort unstillbarer Sehnsucht -&amp;nbsp;utopisches Verlangen nach dem unvergleichlichen, wenigstens Ewigkeit vort&amp;auml;uschenden, Augenblick.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Jedem Anfang wohnt ein Ende inne - der Zauber t&amp;auml;uscht nur dar&amp;uuml;ber hinweg; hierf&amp;uuml;r ist er geschaffen und immer wieder neu erfunden worden: als Zauberkunst, der Kunst der T&amp;auml;uschung, der scheinbaren Verwandlung, der (Vor-)Spiegelung.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Beschreibe gef&amp;auml;lligst, was da ist und wie es (dir) geschieht. Gefalle (dir) wenigstens darin,&amp;nbsp;nicht gef&amp;auml;llig sein zu wollen.&amp;nbsp;Wiederhole nicht(s), sondern finde wieder! Also: &amp;quot;Geh zu jenen. die dich n&amp;ouml;tig haben!&amp;quot; Rahel Varnhagen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Raucher sterben fr&amp;uuml;her&amp;quot; steht auf der Zigarettenpackung. Doch genauso gut k&amp;ouml;nnte darauf stehen: &amp;quot;Raucher sterben sp&amp;auml;ter&amp;quot;. Denn beide Aussagen sind innerhalb der Logik von Raum und Zeit nicht beweisbar, also sinnlos.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;quot;Die Zahlen&amp;quot;, so hei&amp;szlig;t es, &amp;quot;sprechen eine andere Sprache.&amp;quot; Es ist eine Sprache, in der nichts erz&amp;auml;hlt werden kann und die, gedankenlos,&amp;nbsp;nichts zu erz&amp;auml;hlen hat. Und so scheitert die Vermessung der Welt Tag f&amp;uuml;r Tag am Unberechenbaren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
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<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Mon, 03 Aug 2009 15:20:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtnotiz 6 </title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2009/6/26/Nachtgedanken-6</link>
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&lt;p&gt;Die Traurigkeit geh&amp;ouml;rt nicht nur zum Leben, sie kennzeichnet es wesentlich. Und sie nimmt vom ersten Augenblick teil an jeder Freude, jedem Gl&amp;uuml;ck und begleitet, freundlich l&amp;auml;chelnd, das vergebliche Bem&amp;uuml;hen, festzuhalten, was zum Verweilen weder gedacht noch geeignet ist. &amp;quot;Zeit ist Frist&amp;quot;, bekannte Heiner M&amp;uuml;ller einmal &amp;quot;auf der Heimfahrt&amp;quot; in einem traurigen Gedicht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber / kein &amp;quot;aber&amp;quot; - die Gedanken ergeifen mich, indem ich sie ergreife und begreife, dass wir unzertrennlich sind, solange es uns gibt, ganz so, wie gute Freunde, Gef&amp;auml;hrten, manchmal Liebende.&lt;/p&gt;
</description>
<category>Nachtgedanken</category>
<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 00:31:00+0200</pubDate>
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<title>Nacht-Freundin </title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2009/6/26/Nacht-Schwester</link>
<description>
&lt;p&gt;Nacht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Schwester des Todes&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;gepriesen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;als Freundin der Wahrheit&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;zu himmlischen T&amp;ouml;nen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;einer Gewitternacht&lt;/p&gt;
</description>
<category>Zeit der kurzen Gedichte</category>
<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 00:23:00+0200</pubDate>
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<title>Nachtwege </title>
<link>http://www.notizenzurnacht.de/blog/index.cfm/2009/4/25/Nachtwege</link>
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&lt;p&gt;Unerfindlich, die Wege der Nacht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;doch&amp;nbsp;geeignet,das Weite zu suchen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;und fragend den Tag zu begleiten:&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;wie mag es wohl sein&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;wahr oder falsch -&amp;nbsp;unerheblich&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;jedenfalls nichts versprechend&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;ohne&amp;nbsp;Trost oder&amp;nbsp;schamlose Hoffnung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;einfach da,&amp;nbsp;einfach&amp;nbsp;anders,&amp;nbsp;nur Leben?&amp;nbsp;&lt;/p&gt;
</description>
<category>Zeit der kurzen Gedichte</category>
<pubDate>Sat, 25 Apr 2009 00:54:00+0200</pubDate>
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