alt
Herbsthimmel, spät und sonnenlos
alltäglich werden Nächte dunklen Denkens
in alten Räumen unsichtbar: der Ängste Schattenspiel -
kein Wort zerstört verstummtes Warten.
Herbsthimmel, spät und sonnenlos
alltäglich werden Nächte dunklen Denkens
in alten Räumen unsichtbar: der Ängste Schattenspiel -
kein Wort zerstört verstummtes Warten.
Nacht
Schwester des Todes
gepriesen
als Freundin der Wahrheit
zu himmlischen Tönen
einer Gewitternacht
Unerfindlich, die Wege der Nacht
doch geeignet,das Weite zu suchen
und fragend den Tag zu begleiten:
wie mag es wohl sein
wahr oder falsch - unerheblich
jedenfalls nichts versprechend
ohne Trost oder schamlose Hoffnung
einfach da, einfach anders, nur Leben?
Nacht-Schatten wandern spät
durch lebensmüde Großstadt-Straßen
von fern ein Schneenacht-Flüstern
und vielleicht: ein Paar
das tief gebückt spazieren geht
Sieh, wie ein Grün den Tag begleitet
und Abend-Rot im dunklen Wasser spielt.
Hör, wie im Sommer-Gelb der Sommer schreitet
und spät ein Kind mit runden Steinen spielt.
Letztes Gehen
der Absätze Takt und Ton
Nachtballett durch Regenschleier
aufbewahrt für verspätete Klagen
erfrorener Astern
auf unnahbarem Spiegelgesicht.
Die Nähe der Worte
einander belauschend
zum Schweigen gebracht
vom Gleichmaß des Regens
einer Novembernacht.
Leute machen Kleider; die Wahrheit geht in Lumpen.